Queerer Kiss-In zum 17.Mai, dem Internationalen Tag gegen Transphobie und Homophobie

Am 17. Mai 1990 wurde Homosexualität von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen. Aus diesem Anlass wird am 17. Mai weltweit versucht, auf die Situation von Schwulen und Lesben aufmerksam zu machen.
LGBTIQ‘s* wird immer noch Akzeptanz, (rechtliche) Gleichstellung und ein freies Bewegen in der Öffentlichkeit verwehrt und es muss mit Feindseligkeiten aufgrund der sexuellen Orientierung gerechnet werden. (Homophobie)

Trans*Menschen, also Menschen, die das ihnen bei ihrer Geburt zugeschriebene Geschlecht ablehnen, ändern oder ergänzen und Menschen, die sich nicht geschlechtskonform verhalten, sind in ähnlicher Weise betroffen. Weil sie ein anderes Geschlecht leben, als ihnen irrtümlich zugeordnet wurde,
werden sie mit Aggressionen, gesellschaftlicher und staatlicher Diskriminierung konfrontiert, die soweit reicht, dass in vielen Ländern Menschenrechte für sie nicht gelten.

Wir fordern die Gleichstellung von Menschen mit allen sexuellen Orientierungen und Menschen aller Geschlechter, einschließlich Trans*Menschen.
Wir wollen ein Zeichen setzen für die Sichtbarkeit von schwulen, lesbischen, intersexuellen, queeren und trans*-Menschen, -Lebensentwürfen und -Lieben in der Öffentlichkeit.

Dafür treffen wir uns am
17. Mai 2011 um 17 Uhr (pünktlich!) auf dem Holzmarkt für einen queeren Kiss-In.
Ein Kiss-In ist eine Aktionsform, bei der sich Menschen an einem öffentlichen Platz treffen, um sich zu einer
bestimmten Uhrzeit zu küssen. Du denkst, Küssen ist doch ganz normal? Genau!
Aber noch 2010 fanden 26% der Bevölkerung, es sei ekelhaft, wenn sich Homosexuelle in der Öffentlichkeit
küssen**. Gegen diese Verunglimpfung unserer Liebe gehen wir gemeinsam vor. Alle mit uns solidarischen Menschen sind
herzlich dazu eingeladen mitzumachen, schließlich sollte es anderen egal sein, wen mensch küsst.

Direkt im Anschluss…
ab 17.30 Uhr : Kneipe in der Lu15, mit kurzen Filmbeiträgen
ab ca. 21 Uhr : Spoken Word-Performance: anti g. one
spoken word & queer hop aus berlin/tübin
gen

* L=lesbian, G=gay, B=bisexual, T=transgender, I=intersexual, Q=queer
**Quelle: Institut für interdisziplinäre Gewaltforschung, Uni Bielefeld.

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